Der Energieversorger der Zukunft ist smart

Heute zweifelt niemand mehr daran: Wir erleben derzeit die bislang größte Energiewende aller Zeiten. Der Übergang zur konsequenten Nutzung erneuerbarer Energien erfordert eine komplette Neustrukturierung unserer Energiewirtschaft. Neue Akteure kommen hinzu, und künftig wird ohne digitale Prozesse und umfassende Vernetzung kaum noch was gehen. Als IT-Verantwortlicher ist Ihre Kompetenz hier besonders gefragt. Denn schließlich geht die Energiewende mit einer tiefgreifenden digitalen Transformation einher.

Im „Energieeffizienzplan“ der EU-Kommission wurde 2011 erstmals gefordert, in Sachen Energieeffizienz nicht nur die Kunden der Energieversorger in die Pflicht zu nehmen, sondern auch die Anbieter selbst. Bemängelt wurde, dass „fast 30 Prozent des Primärverbrauchs in der EU“ auf den Energiesektor entfallen, „im Wesentlichen für die Umwandlung von Energie in Strom und Wärme und für deren Verteilung.“

Seitdem verfolgt die Bundesrepublik ehrgeizige Energieziele: der komplette Ausstieg aus der Kernenergie soll bis 2022 beendet sein und bis 2050 soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung 80 Prozent betragen. Die Treibhausgase will man – ausgehend von den Werten von 1990 – bis 2025 ebenfalls um 80 Prozent reduzieren.

Den Umbau von Versorgungsstrukturen mitgestalten

Bislang war die Energieerzeugung ein relativ klar umrissenes Feld, das von Atom- und Kohlekraftwerken dominiert wurde. Strom wurde ohne größere Schwankungen rund um die Uhr produziert und mit Überlandleitungen an die Verbraucher geliefert. Mit der zunehmenden Bedeutung von erneuerbaren Energiequellen gestaltet sich die Energieversorgung komplexer. Energie aus Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, Erdwärme oder Biomasse steht nicht permanent in gleichem Maße zur Verfügung, sondern ist Fluktuationen unterworfen und muss aus verteilten Produktionsstandorten ins Netz eingespeist werden. Um den Verbrauchern eine kontinuierliche, bedarfsgerechte Menge an Energie zur Verfügung zu stellen, gilt es, ein überbetriebliches, flexibles und effizientes Lastmanagement betreiben.

Effizienter durch intelligentes Zusammenspiel

(Energie-)effizienz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in der EVU nicht isoliert agieren können. Technologien zur Verringerung der Wärmeverluste bei der Stromproduktion sind ebenso erforderlich wie Möglichkeiten, Energie effektiv zwischen zu speichern und effizienter zu verteilen. Smart-Grid-Technologien können dazu beitragen, die richtige Balance zwischen Bedarf und Produktion herzustellen und die Energieverteilung intelligent zu regeln.

Ressourcen optimal nutzen durch Digitalisierung

Beim weltweiten Umbau der Energieversorgung spielt die Digitalisierung auf allen Ebenen eine wichtige Rolle. Infrastrukturen werden zu einer systemübergreifenden Gesamtlösung zusammengefasst: Stromerzeugung, Gas, Elektromobilität sowie Heiz- und Kühlsysteme erweitern gemeinsam die Möglichkeiten, Kapazitäten optimal zu nutzen. Diese Art der „smarten“ Energieversorgung  ist jedoch nur möglich durch eine umfassende Vernetzung und den Einsatz intelligenter Technologien zur Steuerung, Automatisierung, Überwachung, Wartung und kontinuierlichen Optimierung der komplexen Infrastruktur.

Bayerische Gemeinde lebt die Energiewende vor

In Zusammenarbeit mit den Allgäuer Überlandwerken, Siemens, der Hochschule Kempten und der RWTH Aachen testet die bayerische Gemeinde Wildpoldsried seit 2011, wie ein verteiltes Energienetz mit intelligenter Kommunikationsinfrastruktur auf Basis von erneuerbaren Energien und Elektromobilität funktionieren kann. Der „Microgrid“, der die Bewohner u. a. mit Strom und Wärme aus Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen versorgt, erzeugt mittlerweile das Fünffache des tatsächlichen Energiebedarfs.

Welche Rolle spielt IT für die Optimierung der Effizienz im Energiesektor?

Der Ausbau der Kapazitäten aus erneuerbaren Energien schreitet kontinuierlich voran – allein 2016 wurden laut Renewables 2017 Global Status Report weltweit weitere 161 GW hinzugefügt. Es stellt sich jedoch die Frage, wie sich Modelle wie Wildpoldsried auf Versorgungsstrukturen übertragen lassen, an die Millionen von dezentralen Erzeugern und Verbrauchern angeschlossen sind – eine Herausforderung, die maßgeblich von IT-Spezialisten mitgestemmt werden muss.

Mit digitalen Technologien realisieren Sie u. a. 
  • den Zusammenschluss verschiedener Bereiche der Energieerzeugung und -verteilung (z. B. Strom, Wärme, Kälte, Gas und Mobilität, Smart Grid) zur effizienten Ausschöpfung aller Kapazitäten
  • die umfassende Vernetzung der EVU mit unterschiedlichsten dezentralen Energieerzeugern und Verbrauchern
  • Smart Monitoring von Energienetzen für maximale Verfügbarkeit und laufende Effizienz-Optimierung
  • Implementierung prädiktiver Wartungsstrategien für alle Smart-Grid-Komponenten zur Vermeidung ungeplanter Stillstandszeiten
  • Smart Metering für die vereinfachte und präzisere Verbrauchsanalyse und Abrechnung
  • Nahtlose Anbindung der Produktion an CRM- und ERP-Systeme im Back Office 
Wie profitieren Energieversorger von mehr Effizienz?
  • Minimierte Wärmeverluste bei der Stromerzeugung
  • Maximale Verfügbarkeit bei minimiertem Wartungsaufwand
  • Automatisiertes, bedarfsgerechtes Lastmanagement
  • Schnelles Risikomanagement zur Störungsprävention und Vermeidung von Stromausfällen
  • Vereinfachung von Verwaltungsprozessen (z. B. automatisierte Rechnungsstellung auf Basis von Smart Metering)
  • Werkzeuge für die kontinuierliche Datenanalyse und Prozessoptimierung (Smart Monitoring, Smart Metering)
  • Mehr Nachhaltigkeit durch Reduzierung des CO2-Footprints

 

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