MoonVision trackt Bier und Hendln über Computer Vision und KI

Jedes Jahr im September heißt es in München wieder „O’zapft is“, und dann geht es los, das berauschende Bierfest, das jährlich mehrere Millionen Besucher aus aller Herren Länder anzieht: 2017 zählten die Betreiber satte 6,2 Millionen Gäste, die 7,7 Millionen Maß Bier, 146 Ochsen und 59 Kälber verdrückt haben1. Rund 13.000 Mitarbeiter sorgen für das Wohl der Festbesucher. Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung bedarf eines enormen organisatorischen Aufwandes. Darum hat die Gastronomenfamilie Schmidbauer aus dem traditionsreichen AMMER Wiesn Zelt eine neue Lösung getestet, die den gesamten Prozess einfacher und effizienter gestaltet – und die heißt MoonVision!

MoonVison sorgt für Effizienz auf der Wiesn

Das Wiener Jungunternehmen MoonVision, Partner von A1 Digital auf dem Gebiet innovativer Lösungen im Bereich Internet of Things, hat eine Lösung geschaffen, die den Arbeitsablauf massiv erleichtert: Seit 2017 müssen die Servierkräfte im AMMER Wiesn Zelt die unzähligen Hühner, Enten, Brezeln und Biere nicht mehr händisch bonieren. Alle Speisen und Getränke werden beim Verlassen der Küche automatisch im System vermerkt. Wie das geht? Die Antwort lautet „Computer Vision“. Diese moderne Lösung revolutioniert derzeit die Digitalisierung. Sie verleiht Maschinen Sehkraft und lässt sie dank künstlicher Intelligenz Handlungen ausführen, wie im konkreten Fall das Bonieren der Gerichte.           

        

Computer Vision – the next big thing

Computer Vision arbeitet wie das menschliche Auge, nur viel präziser und vollkommen automatisiert: Dank einer Kamera erkennen Maschinen Objekte anhand ihrer visuellen Merkmale und interpretieren sie in Echtzeit, um vordefinierte Aktionen auszulösen. Dabei sind den Anwendungen keine Grenzen gesetzt: Die erfassten Daten steuern Maschinen, Kassen und Prozesse oder liefern Informationen. Die Lösung ist insbesondere in der Qualitäts- und Effizienzsteigerung in der Produktion, Verarbeitung, Logistik und Gastronomie hilfreich, wo sie komplexe Prozesse mit absoluter Präzision und ohne Ermüdungserscheinung bewältigt. Derzeit ist die Software von MoonVision zum Beispiel in einem Werk von Audi in der Erkennung von Leergutbehältern und in der hauseigenen Kantine von A1 Digital im Einsatz. Die Innovation besteht darin, dass die Kamera automatisch die Gerichte blitzschnell und treffsicher erfasst und damit einen Mehrwert für alle Beteiligten – vom Kantinenbetreiber bis zum Gast – schafft.

Schnell, einfach und effizient

Bislang mussten Installationen dieser Art aufwendig aufgesetzt und wochenlang trainiert werden. Darüber hinaus wurden kostspielige Kameras benötigt. Damit ist jetzt Schluss: Während es bislang notwendig war, in mühseliger Kleinarbeit Tausende von Bildern zu generieren, hat MoonVision einen Weg gefunden, Maschinen das Sehen effizient und kostenschonend beizubringen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen basiert die Plattform von MoonVision nicht mehr auf einem Sensor, sondern wird direkt über die Kamera gesteuert. Dafür sind auch schon einfache Handykameras ausreichend. Die Software filtert die Bilder vollautomatisch aus dem Videomaterial und trainiert das System im Hintergrund über künstliche Intelligenz. Was zuletzt mehrere Wochen gedauert hat, gelingt jetzt in einem Tag. Dafür sind auf Anwenderseite keine speziellen Programmierkenntnisse mehr notwendig. Die bedienerfreundliche Software führt spielend durch den Prozess und macht den Einstieg einfacher denn je.

Wohin die Reise geht

Was einst Science-Fiction war, ist heute Realität: Wir haben Maschinen das Sehen beigebracht und sie mit einem Gehirn ausgestattet, das es ihnen ermöglicht, das Gesehene zu verarbeiten. Was hier zum Erfassen von Speisen und Getränken eingesetzt wird, kann Abläufe in sämtlichen Bereichen perfektionieren. Die erfassten Daten können Maschinen steuern, Fehlerquellen erkennen, Informationen liefern und vieles mehr. Dadurch profitieren Unternehmen doppelt: Der automatisierte Prozess spart nicht nur wertvolle Zeit, sondern steigert gleichzeitig die Qualität. So sparen Unternehmen Geld und entlasten zusätzlich ihre Mitarbeiter, denen mehr Zeit für anderes bleibt.