Modern und innovativ in die Zukunft

Es ist ein Dilemma: Auf der einen Seite möchten viele Unternehmer bei der Digitalisierung nicht den Anschluss verlieren, auf der anderen Seite ist die Furcht vor Investitionen an der falschen Stelle groß. Das Resultat heißt dann oft Stillstand. Wer innen wie außen als modernes und innovatives Unternehmen wahrgenommen werden möchte, muss beweglich bleiben und darf sich Trends und Strömungen nicht verschließen. Die gute Nachricht: Mit starken Partnern, innovativen Produkten und modernen Arbeitsmethoden kann die Zukunft kommen – und das zu überschaubaren Investitionen. Fünf Faktoren spielen dabei eine wesentliche Rolle.

Viele Unternehmer umtreibt die Frage, wie man sich als modern und innovativ positioniert, ohne dabei das traditionelle Geschäft aus den Augen zu verlieren. Die gute Nachricht: Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen. Diese wechseln schneller als Jahreszeiten. Denn es ist doch so: Wer optisch auffallen will, braucht ein Gespür für den nächsten Hit, noch bevor die Farben, Stoffe und Muster der Saison in den Regalen beim Discounter um die Ecke liegen. Etwas anders sieht es bei Innovationen aus. Und damit sind nicht nur praktikable Erfindungen gemeint, sondern auch sogenannte Moonshots. Es geht also auch darum, einfach mal etwas auszuprobieren, um so vielleicht wiederum einen neuen Trend anzustoßen. Ein gutes Beispiel hierfür ist sicherlich Elon Musk, der mit Tesla einerseits die Autoindustrie vor sich hertreibt und andererseits mit Hyperloop ein völlig neuartiges Transportmittel entwickelt oder mit SpaceX Raketen ins All schickt – ohne sofort einen geschäftlichen Outcome garantieren zu können. Natürlich sollen sich Unternehmer weder mit Mode-Hipstern noch mit Silicon-Valley-Genies vergleichen. Aber – und das ist sicher unbestritten: Man kann von ihnen lernen.

Modern und innovativ zu sein, strahlt nicht nur nach außen ab – es ist vor allem eine Geisteshaltung. Das traditionelle „Made in Germany“ ist noch immer ein wichtiges Gut. Doch damit das Siegel seine große Strahlkraft auch künftig behält, reicht es längst nicht mehr aus, dass hiesige Unternehmen gute Produkte herstellen. Neue Wege müssen gewählt oder sogar erdacht werden, um sich gegen alte und neue Konkurrenz aufzustellen – und gleichzeitig für Kundenzufriedenheit zu sorgen. Mit der Digitalisierung bieten sich für mittelständische Unternehmen Chancen, sich auf dem Markt neu zu positionieren. Dabei geht es nicht nur um Effizienz, Entlastung von Mitarbeitern oder bessere Organisationsstrukturen, die mit einer guten Digitalisierung einhergehen. Wer frühzeitig das Fundament für die technologische Zukunft seines Unternehmens legt, präsentiert sich nach innen und außen modern und innovativ. Denn neue Strukturen schaffen Freiräume – und das führt möglicherweise zu neuen Geschäftsfeldern. Wer mutig voranschreitet, eröffnet sich zudem Möglichkeiten zu neuen Partnerschaften. Aber vor allem lockt das auch den gut ausgebildeten Nachwuchs an, dem Entwicklungschancen häufig wichtiger sind als ein großer Paycheck.

Doch wie verändert ein Traditionsunternehmen das Mindset der Mitarbeiter in allen Hierarchie-Ebenen, und wie kann die Digitalisierung dabei helfen, mit neuen Methoden alte Probleme zu lösen? Die Antworten auf diese Fragen sind für jedes Unternehmen möglicherweise unterschiedlich. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die überall gelten – und die auch Ihrem Unternehmen den nötigen Schub für die Gestaltung einer modernen und innovativen Zukunft liefern.

Managementebene muss Digitalisierung vorleben statt vorgeben

Wer von seinen Mitarbeitern Innovationsbereitschaft fordert, darf selbst nicht an alten Strukturen festhalten. IT ist kein Fremdkörper, sondern ein wesentlicher Teil jedes Geschäftsvorgangs: von der Buchhaltung bis zur Fertigung. Neue Technologien entlasten die Mitarbeiter und schaffen so Freiräume für neue Aufgaben. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bestehende Arbeitsprozesse immer wieder darauf überprüft werden, ob sie noch zeitgemäß sind. Hier lohnt ein Blick auf die agilen Arbeitsweisen, die ihren Ursprung in der IT und der Software-Entwicklung haben. Aber auch die Ausstattung mit moderner Technologie – von mobilen Endgeräten bis hin zu IoT-Produkten – ist ein wesentlicher Bestandteil. Die Investition in Mensch und Maschine zahlt sich schnell aus: Mitarbeitende sind noch motivierter, gleichzeitig werden die Prozesse optimiert.

Immer State of the Art

Während Unternehmer früher viel in eine eigene IT-Infrastruktur investieren mussten, die technologisch schnell veraltet war, lässt sich inzwischen Rechenpower mieten. Diese muss noch nicht einmal in den eigenen Räumlichkeiten untergebracht werden, was Flächen freigibt und Energie spart. Viel wichtiger ist, dass Speicherplatz, Leistung und Service nach Bedarf gebucht werden können. Cloud-Dienste und Server können zu Stoßzeiten per Knopfdruck oder automatisch erweitert oder bei Leerlaufzeiten reduziert werden. Die Hardware der Dienstleister dahinter ist immer auf dem neuesten Stand, ohne dass sich die IT-Abteilung darum sorgen muss. Modulare Systeme erlauben es wiederum, bei einem Technologiewechsel nur einzelne Bausteine auszutauschen – statt wie früher die komplette Infrastruktur. Dadurch muss man keine Angst vor einer vermeintlich teuren Innovation haben, sondern kann sich darüber freuen, ständig die beste Technologie zu nutzen. 

Flexibel bleiben

Mit den immer kürzeren Innovationsintervallen wird auch klar: Eine technologische Entscheidung, die heute getroffen wird, kann morgen von einer besseren Idee abgelöst werden. Wer sich diesem Gedanken nicht verschließt, hat die besten Voraussetzungen, die besten Möglichkeiten für sein Unternehmen einzusetzen. Schnelle Netze wie 5G, günstige IoT-Lösungen und schier unendlich zur Verfügung stehender Cloud-Speicher bieten das Fundament für die innovativen Ideen der Mitarbeiter. Dafür müssen Freiräume geschaffen werden, um den Blick von der Selbstschau nach draußen werfen zu können. Nur so können neue Technologien von anderen Unternehmen entdeckt werden – und optimal in die eigenen Prozesse eingebunden werden.

Raus hier, zeig dich!

Während Unternehmen früher auf Messen und anderen Veranstaltungen vor allem ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert haben, ist inzwischen immer häufiger die Geschichte dahinter interessant. Wie wurde gefertigt? Welche Prozessoptimierungen wurden eingesetzt? Wie werden Mitarbeiter geschult, gefördert und optimal eingesetzt? Soziale Medien sind darüber hinaus mehr als nur ein Marketinginstrument, sondern die optimale Möglichkeit, schnell und direkt mit Partnern und Kunden ins Gespräch zu kommen.

Werte leben, Werte schaffen

Keine Sorge: Trotz der vielfältigen Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, geht es vor allem um die eigenen Werte. Und damit ist nicht nur der Wert, sondern auch die Philosophie des Unternehmens gemeint. Wofür stehen Sie? Was möchten Sie mit Ihren Produkten erreichen, und welches Versprechen geben Sie Ihren Kunden? Das sind die Grundfeste Ihres Unternehmens, die sich auch durch die Digitalisierung nicht verschieben. Im Gegenteil: Sie werden dadurch untermauert. Und das strahlt nach außen ab, hat aber auch eine positive Wirkung nach innen. Das ist modern, das ist innovativ.

Eines muss Ihnen klar sein: Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Also nutzen Sie ihn für sich.