Updates und Upgrades in der Cloud: Das müssen Sie wissen

Cloud-Services entwickeln sich kontinuierlich weiter. Ähnlich wie beim Betriebssystem Ihres Rechners oder Smartphones sorgen Updates und Upgrades dafür, dass Sie hinsichtlich Funktionsumfang und Sicherheit immer auf dem neuesten Stand sind. Bei der Auswahl eines Partners für Cloud Computing ist es deshalb entscheidend, vorher zu prüfen, wie dieser mit Aktualisierungen umgeht. Denn gerade bei der Frage, was genau vom Angebot abgedeckt wird und was nicht, unterscheiden sich die Anbieter teilweise erheblich. Und nicht immer stehen die Vorteile von Aktualisierungen in einem angemessenen Verhältnis zu den Vorteilen, die sich daraus für Ihr Unternehmen ergeben. Wir sagen, worauf es bei diesem Thema grundsätzlich ankommt.

Updates – oft und kostenlos

Mit einem Update wird eine Software auf den neuesten Stand gebracht – ist also „up to date“. Es handelt sich dabei meist um eine Aktualisierung zur Fehlerbehebung oder Leistungsverbesserung. In der Regel fallen auch Sicherheits-Updates in diese Kategorie. Gute Cloud-Anbieter stellen über Updates auch kleinere Erweiterungen zur Verfügung. Generell verändert ein Update weder Funktionsweise noch Funktionsumfang der Software substanziell. Zu erkennen sind Updates daran, dass sich die Versionsnummer der Software dadurch nur in den Nachkommastellen verändert (zum Beispiel von Version 4.1 auf 4.2). Updates fallen unter die Produktpflege und sollten kostenlos sein.

Upgrades – selten und mit Kosten verbunden

Mit Updates lässt sich Software nur bis zu einem bestimmten Punkt weiterentwickeln. Irgendwann ist eine Version ausgereizt, und es wird Zeit für eine neue. Dies geschieht über ein Upgrade. Mit einem Upgrade erhält eine Software grundlegende Erweiterungen, mit denen der Funktionsumfang und die Leistungsfähigkeit steigen. Ein Beispiel für ein Upgrade: der Wechsel von Windows 8 auf Windows 10. Wegen dieses Aufwandes sind Upgrades eher selten und treten in größeren zeitlichen Abständen auf – meistens alle ein, zwei Jahre. Ein weiteres Merkmal sind die Kosten: Upgrades sind nur selten kostenlos. Jedoch zahlen Kunden der bisherigen Version in der Regel weniger als Neukunden.

Wie relevant sind Aktualisierungen für KMU?

Vielleicht kennen Sie es von Ihrem Browser, dem PDF-Reader oder dem Virenschutz: Gefühlt jeden Tag melden sich diese Programme und wollen aktualisiert werden. Und das ist auch nötig – denn nicht nur Softwaretechnologien entwickeln sich konstant weiter, auch die Hardware, auf der die Software läuft, bleibt nicht gleich. Und natürlich sind nicht nur rechtschaffene Software-Entwickler fleißig – auch Cyberkriminelle suchen immer wieder nach neuen Wegen, über Software in Computersysteme einzudringen. Deswegen muss auch Ihre Cloud-Lösung regelmäßig weiterentwickelt werden. Nehmen Sie die daraus resultierenden Updates immer in Anspruch.

Safety first

Updates und Aktualisierungen sind vor allem bei Sicherheit und Datenschutz entscheidend. Hier sollten Sie auf keinen Fall sparen. Vorsicht geboten ist dagegen bei integrierten Cloud-Lösungen mit überladenen Features, die sich vielleicht spannend anhören, Ihnen aber nichts bringen. Zahlen Sie keine unnützen Extras, die Ihre Cloud-Lösung nur schwerfälliger, aber nicht besser machen. Dies ist neben der initialen Anschaffung vor allem bei kostenpflichtigen Upgrades zu beachten. Prüfen Sie genau, was sich für Sie lohnt und was nicht. Ihr Cloud-Partner sollte in der Lage sein, Sie hier objektiv zu beraten. Sollten Sie sich nicht für das Upgrade entscheiden, ist wichtig zu wissen, wie lange Ihre Version noch vom Anbieter mit Updates, Bug-Fixes oder Sicherheitsaktualisierungen unterstützt wird.

Wie kalkulieren Cloud-Anbieter ihre Kosten?

Je nach Segment unterscheidet sich die Preispolitik bei den Cloud-Anbietern. Da gibt es zum einen Public Clouds, SaaS (Software as a Service) und Cloud Storage. Dies sind die am häufigsten genutzten Cloud-Modelle. Dazu gehören zum Beispiel Dienste wie Amazon Web Services, Salesforce und Dropbox. Hier wird Nutzern nach dem Pay-per-Use-Prinzip nur die tatsächlich in Anspruch genommene Datenmenge in Rechnung gestellt. Bei bestimmten SaaS-Angeboten wie etwa Salesforce werden auch für Produktversionen, Funktionsumfang, Anzahl der Nutzer oder Datenkapazität unterschiedliche Preise verlangt. Deutlich komplizierter ist die Preispolitik bei On-premises-Lösungen wie Private Clouds und hybriden Clouds. Hier empfiehlt sich ein gründlicher Vergleich verschiedener Anbieter, um das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis für Ihr Unternehmen herauszufinden.

Fazit: Updates müssen drin sein – Upgrades können extra kosten

Ihre ideale Cloud sieht so aus: Sie bezahlen nur das, was Sie wirklich nutzen, und sämtliche Updates (vor allem Sicherheits-Updates!) sind für die gesamte Dauer der Nutzung im Preis inbegriffen. Der Aufwand für Updates sollte für Sie kaum spürbar sein. Bei Upgrades sind kurze Einführungen seitens des Providers möglich. Wenn Sie sich nicht sicher sind, achten Sie auf Zertifikate vom TÜV oder von EuroCloud sowie auf das Gütesiegel „Trusted Cloud“, das unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vergeben wird.

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