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IMSI: Zentrale Teilnehmeridentifikation im Mobilfunk

Zuletzt geändert: 30.09.2026

Wichtige Erkenntnisse

  • Die IMSI ist eine weltweit eindeutige Kennung, die eine Mobilfunk-Subscription identifiziert und im SIM-, eSIM- oder iSIM-Profil gespeichert ist.
  • Sie besteht aus bis zu 15 Ziffern und setzt sich aus Mobile Country Code (MCC), Mobile Network Code (MNC) und Mobile Subscriber Identification Number (MSIN) zusammen.
  • Die IMSI bildet eine zentrale Grundlage für Netzregistrierung, Teilnehmerzuordnung, Roaming und Abrechnung im Mobilfunknetz.
  • Für IoT- und M2M-Anwendungen ist die IMSI besonders wichtig, da sie Geräte bzw. deren Mobilfunk-Subscriptions eindeutig identifizierbar macht und eine globale Konnektivität unterstützt.
  • Moderne Mechanismen wie Multi-IMSI, eSIM/eUICC, TMSI, 5G-GUTI und SUCI verbessern Flexibilität, Skalierbarkeit und Datenschutz in mobilen Netzwerken.

Die IMSI-Nummer identifiziert eine Mobilfunk-Subscription bzw. einen Mobilfunkteilnehmer im Netz eindeutig. Unternehmen mit mobilen Diensten und IoT-Anwendungen benötigen die IMSI, um eine sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Geräten und Netzwerken zu gewährleisten. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige – von der Funktion über Sicherheitsaspekte bis zur Bedeutung von IMSI, eSIM und 5G im IoT-Umfeld.

 

Was bedeutet IMSI?

IMSI steht für „International Mobile Subscriber Identity“ und funktioniert ähnlich wie ein Fingerabdruck für Mobilfunkteilnehmer. Sie ist eine weltweit eindeutige Identifikationsnummer, die einer Mobilfunk-Subscription zugeordnet und im SIM-, eSIM- oder iSIM-Profil gespeichert ist. Mobilfunknutzer bzw. Mobilfunk-Subscriptions werden damit in einem Mobilfunknetz identifiziert.

Die Nummer enthält Informationen über das Land, den Netzbetreiber und die individuelle Teilnehmerkennung. Dadurch lässt sich der Nutzer eindeutig einem Mobilfunkanbieter zuordnen, der Netzwerkeinstellungen wie Tarifpläne und Berechtigungen vergibt.

Besonders für Unternehmen im IoT- und M2M-Bereich spielt die IMSI eine zentrale Rolle. Dank ihrer nahtlosen Einbettung in die globalen Mobilfunkstandards bietet die Nummer Flexibilität und Sicherheit. IoT-Geräte können weltweit in Mobilfunknetzen arbeiten, sofern Netzabdeckung, Roaming-Vereinbarungen, unterstützte Funktechnologien und regulatorische Rahmenbedingungen passen.

 

Die Funktion der IMSI im Mobilfunk

Die IMSI identifiziert Mobilfunkteilnehmer bzw. die dazugehörige Mobilfunk-Subscription eindeutig. Sobald sich ein Teilnehmer in ein Mobilfunknetz einwählt, übermittelt das Gerät die IMSI oder eine temporäre bzw. geschützte Teilnehmerkennung an den Netzbetreiber. Letzterer kann dadurch die Identität der Subscription prüfen und den Zugang zum Netz vorbereiten. Dieser Schritt ermöglicht den Zugang zu Netzressourcen und die Zuordnung des richtigen Tarifs.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld ist die Authentifizierung. Die IMSI selbst authentifiziert den Nutzer nicht direkt, sondern dient dazu, den passenden Teilnehmerdatensatz im Heimnetz zu finden. Die eigentliche Authentifizierung erfolgt anschließend über kryptografische Verfahren und geheime Schlüssel, die im SIM-/USIM-Profil und im Heimnetz des Mobilfunkanbieters hinterlegt sind. So werden sowohl der Teilnehmer als auch der Betreiber vor unbefugtem Zugriff geschützt. Nach der Authentifizierung ordnet die IMSI die Mobilfunknutzung korrekt zu und stellt die Abrechnung sicher.

 

IMSI in 5G: SUPI und SUCI

In 5G wird die dauerhafte Teilnehmerkennung als SUPI (Subscription Permanent Identifier) bezeichnet. Eine IMSI kann dabei eine Form dieser permanenten Teilnehmerkennung sein. Zum Schutz der Identität wird in 5G die SUCI (Subscription Concealed Identifier) eingesetzt. Sie ist eine geschützte Form der SUPI und verhindert, dass die permanente Teilnehmerkennung offen über die Luftschnittstelle übertragen wird.

Dieser Mechanismus verbessert den Datenschutz gegenüber älteren Mobilfunkgenerationen, in denen die IMSI unter bestimmten Umständen offengelegt werden konnte. Für Unternehmen mit IoT- oder M2M-Anwendungen ist das relevant, weil viele Geräte dauerhaft im Feld betrieben werden und vor Missbrauch und unautorisiertem Netzzugriff geschützt werden müssen.

 

Der Aufbau der IMSI-Nummer erklärt

Die International Mobile Subscriber Identity besteht aus bis zu 15 Ziffern und setzt sich aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen: dem Mobile Country Code (MCC), dem Mobile Network Code (MNC) und der Mobile Subscriber Identification Number (MSIN).

Der Aufbau der IMSI-Nummer erklärt
  • Mobile Country Code (MCC): Der Mobile Country Code besteht aus drei Ziffern und gibt das Land an, in dem der Mobilfunkteilnehmer registriert ist. Jedes Land hat seinen eigenen MCC, beispielsweise 232 für Österreich.
  • Mobile Network Code (MNC): Direkt auf den MCC folgt der Mobile Network Code, der zwei oder drei Ziffern enthält. Dieser Code identifiziert den spezifischen Mobilfunkanbieter im jeweiligen Land. In Österreich steht der Code 02 beispielsweise für die A1 Telekom Austria.
  • Mobile Subscriber Identification Number (MSIN): Der letzte und größte Abschnitt der IMSI ist die Mobile Subscriber Identification Number (MSIN). Sie besteht aus den verbleibenden Ziffern der IMSI und ist die eindeutige Identifikationsnummer des Teilnehmers innerhalb eines Netzes. So werden Millionen von Mobilfunkteilnehmern innerhalb eines Netzwerks individuell gekennzeichnet.
Der Aufbau der IMSI-Nummer erklärt

Zusammengenommen ergibt sich daraus die IMSI-Nummer, die weltweit für jeden Teilnehmer bzw. jede Mobilfunk-Subscription einmalig ist. Sie unterstützt nicht nur die eindeutige Zuordnung von Mobilfunk-Subscriptions, sondern bildet auch die Grundlage für Roaming, Netzregistrierung und internationale Konnektivität. Dies spielt für internationale IoT- und M2M-Anwendungen eine wichtige Rolle.

 

Die Rolle der IMSI-Nummer im Internet of Things

In vernetzten Umgebungen ist es entscheidend, dass jedes Gerät zuverlässig und eindeutig identifiziert wird und sicher mit mehreren Geräten kommunizieren kann. Die IMSI sorgt dafür, dass IoT-Geräte eine eindeutige Identifikation erhalten und sicher auf Netzressourcen zugreifen können.

In der M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine) unterstützt die IMSI die automatisierte Kommunikation zwischen Maschinen. Sensoren, Fahrzeuge oder industrielle Anlagen tauschen über Mobilfunknetze Daten aus, die zentrale Plattformen verarbeiten. Die IMSI-Nummer ermöglicht eine globale Konnektivität, sodass Geräte weltweit kommunizieren können, unabhängig von ihrem Einsatzort – vorausgesetzt, die jeweiligen Netze, Roaming-Profile und Funkstandards wie LTE-M, NB-IoT oder 5G werden unterstützt.

Der Authentifizierungsprozess stellt sicher, dass nur autorisierte Geräte Zugriff auf das Netzwerk haben und die Daten sicher übertragen werden. In kritischen Infrastrukturen wie der Energieversorgung oder der Logistik ist diese Sicherheit wichtig.

Im IoT-Umfeld spielt außerdem die eSIM-Technologie eine wichtige Rolle. Über eine eUICC können Mobilfunkprofile aus der Ferne bereitgestellt, gewechselt oder verwaltet werden. Damit lassen sich Geräteflotten skalierbar aktivieren und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg an neue Netzbetreiber, Einsatzländer oder Konnektivitätsanforderungen anpassen.

Single-IMSI und Multi-IMSI: Die richtige Roaming-Lösung

Single-IMSI und Multi-IMSI: Die richtige Roaming-Lösung

Bei einer Single-IMSI wird eine SIM-Karte mit einer einzigen IMSI-Nummer ausgestattet. Diese bleibt während der gesamten Nutzung der SIM konstant und ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Mobilfunknetz. Sie eignet sich für Anwendungen, bei denen sich das Gerät überwiegend in einem Land aufhält. Allerdings können bei dieser Lösung hohe Roaming-Kosten anfallen, wenn das Gerät international genutzt wird.

Eine Multi-IMSI speichert hingegen mehrere IMSI-Nummern auf einer einzigen SIM-Karte, wodurch die SIM bei Bedarf zwischen verschiedenen Mobilfunknetzen wechseln kann. Sobald ein Netzwerkwechsel nötig ist, aktiviert die Multi-IMSI-SIM automatisch eine andere IMSI, über die sich das Gerät unter günstigeren oder besser passenden Netzbedingungen registrieren kann. Das kann die Roaming-Kosten reduzieren und die Netzabdeckung verbessern. Der IMSI-Wechsel erfolgt automatisch und basiert auf der Netzverfügbarkeit und den Bedingungen, die auf der SIM-Karte hinterlegt sind.

Multi-IMSI ist besonders in globalen M2M- und IoT-Anwendungen vorteilhaft, wo Unternehmen viel Flexibilität benötigen. Der automatische Wechsel zwischen verschiedenen IMSI-Nummern ermöglicht eine nahtlose Kommunikation über Ländergrenzen hinweg. Unternehmen sparen nicht nur Kosten, sondern verbessern auch die Zuverlässigkeit und Effizienz ihrer IoT-Anwendungen.

Wichtig ist jedoch: Eine Multi-IMSI garantiert nicht automatisch in jedem Land den besten Netzempfang oder die niedrigsten Kosten. Entscheidend sind Roaming-Abkommen, Netzverfügbarkeit, unterstützte Funktechnologien, APN-Konfigurationen, Tariflogik und regulatorische Vorgaben, etwa bei dauerhaftem Roaming.

Unterschiede zwischen IMSI, IMEI und ICCID

Unterschiede zwischen IMSI, IMEI und ICCID

  • IMEI (International Mobile Equipment Identity): Die IMEI-Nummer identifiziert das Mobilfunkgerät selbst, z. B. ein Smartphone oder ein IoT-Gerät. Sie ist auf der Hardware des Geräts aufgebracht und einzigartig für jedes Gerät. Die IMEI bleibt auch dann unverändert, wenn die SIM-Karte ausgetauscht wird. Mobilfunkanbieter verwenden die IMEI, um verlorene oder gestohlene Geräte zu sperren oder den Gerätestatus zu prüfen.
  • ICCID (Integrated Circuit Card Identifier): Die ICCID ist die eindeutige Identifikationsnummer der SIM-Karte bzw. des SIM-Profils. Sie ist auf der Karte aufgedruckt oder im eSIM-Profil hinterlegt und enthält unter anderem Informationen über den Aussteller der SIM-Karte. Bei einem Wechsel der SIM-Karte oder des SIM-Profils ändert sich die ICCID-Nummer entsprechend. 

IMSI identifiziert den Nutzer bzw. die Mobilfunk-Subscription, die IMEI das Gerät und die ICCID die SIM-Karte. Diese drei Nummern arbeiten zusammen und ermöglichen eine umfassende Verwaltung und Kontrolle von Mobilfunkverbindungen, besonders in IoT-Anwendungen mit vielen verbundenen Geräten.

Ergänzend sind im Mobilfunkumfeld zwei weitere Kennungen relevant: Die MSISDN ist die Rufnummer, also die öffentlich erreichbare Telefonnummer. Sie ist nicht identisch mit der IMSI und kann unabhängig von ihr geändert werden. Die EID ist die Kennung einer eUICC und spielt insbesondere bei eSIMs und Remote-SIM-Provisioning eine wichtige Rolle.

Sicherheitsbedenken bei der IMSI

Die Offenlegung der International Mobile Subscriber Identity kann ein Sicherheitsrisiko darstellen. Angreifer können den Standort eines Geräts verfolgen oder den Nutzer überwachen. Aus diesem Grund verwenden Mobilfunknetze temporäre oder geschützte Teilnehmerkennungen, um die dauerhafte IMSI möglichst selten offenzulegen. Sobald sich ein Gerät mit dem Mobilfunknetz verbindet, ersetzt in älteren Mobilfunkgenerationen häufig eine temporäre Kennung die IMSI. Diese heißt TMSI (Temporary Mobile Subscriber Identity). Der temporäre Code ändert sich regelmäßig und sorgt dafür, dass die eigentliche IMSI-SIM-Kartennummer nicht in jedem Kommunikationsvorgang offengelegt wird.

In LTE und 5G kommen weitere temporäre bzw. geschützte Kennungen zum Einsatz, etwa GUTI oder 5G-GUTI. In 5G schützt zusätzlich die SUCI die permanente Teilnehmerkennung. Trotzdem bleibt die IMSI ein sensibler Identifikator, der nicht unnötig offengelegt oder unverschlüsselt gespeichert werden sollte.


 

Fazit: Die zentrale Rolle der IMSI in der Konnektivität

Die IMSI-Nummer ist unverzichtbar für die Identifizierung von Mobilfunkteilnehmern bzw. Mobilfunk-Subscriptions und bildet eine wichtige Grundlage für Authentifizierung, Abrechnung und reibungslose Verbindungen in globalen Mobilfunknetzen. Besonders im Internet of Things verwenden Unternehmen die IMSI, um eine Vielzahl von vernetzten Geräten zu verwalten und zu schützen. Zusammen mit eSIM/eUICC, Remote-SIM-Provisioning, Multi-IMSI und modernen 5G-Sicherheitsmechanismen bleibt sie ein zentrales Element für skalierbare, internationale IoT-Konnektivität. Sie wird auch weiterhin ein essenzielles Element für die Mobilkommunikation bleiben.

FAQ zu IMSI

Die IMSI (International Mobile Subscriber Identity) ist eine eindeutige Kennung, die jedem Mobilfunkteilnehmer bzw. jeder Mobilfunk-Subscription zugewiesen wird. Sie wird genutzt, um Nutzer im Mobilfunknetz zu identifizieren und den Netzzugang zu steuern.

Die IMSI enthält Informationen über das Land, den Netzbetreiber und die individuelle Teilnehmerkennung. 

Die IMSI-Nummer ist auf der SIM-Karte bzw. im SIM-, eSIM- oder iSIM-Profil gespeichert. Sie wird vom Mobilfunkgerät im Hintergrund verwendet, ist aber in der Regel nicht direkt auf der SIM-Karte sichtbar.

Nein, die IMEI identifiziert das Mobilgerät, während die IMSI den Mobilfunkteilnehmer bzw. die Mobilfunk-Subscription identifiziert. Beide Nummern haben unterschiedliche Zwecke im Mobilfunknetz.

Die bis zu 15-stellige IMSI-Nummer ist in drei Bereiche unterteilt: den Mobile Country Code (MCC), den Mobile Network Code (MNC) und die Mobile Subscriber Identification Number (MSIN).

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