Ein Drittel der Fahrzeugflotte eingespart

Seit zwei Jahren verwaltet die A1 Telekom Austria AG mehrere hundert Poolfahrzeuge, auf die mehrere Tausend Mitarbeiter quer über alle Standorte in Österreich Zugriff haben, mittels einer modernen Car Sharing Plattform von A1 Digital. Die Ergebnisse der Digitalisierung können sich sehen lassen.

Wien, Dienstag 7:30 Uhr – Hannes Huber (Name vom Autor geändert) hat einen Termin bei seinem Kunden in der Wiener Peripherie. Mit der Key Card öffnet er die Tür des Fahrzeugs, das er vergangene Woche per App am Smartphone gebucht hat. Er nimmt den Schlüssel aus der Halterung und fährt los. 

Hannes Huber ist Vertriebsmitarbeiter bei A1, dem Österreichischen Telekommunikationskonzern, der Muttergesellschaft der A1 Digital. Sein Fahrzeug hat er nicht bei einem der namhaften Car Sharing Anbieter gebucht. Es handelt sich einen Mittelklassewagen, eines von mehreren hundert Pool Fahrzeugen, die sein Arbeitgeber über A1 Car Sharing bereitstellt. Einer digitalen Plattform, die A1 Digital entwickelt hat und in der Cloud betreibt. 

Eine Dienstfahrzeug aus der Flotte von A1 Telekom Austria

Gefragt: Eine moderne IoT-Plattform

„Dank der Plattform haben wir die Auslastung unserer Flotte deutlich verbessert“, berichtet Rainer Mayrhofer, Business World Management bei A1. Tatsächlich konnte das Unternehmen dank besserer Planung die Anzahl seiner Pool Fahrzeuge um ein Drittel reduzieren – bei nahezu identischer Kilometerleistung. 

Am Anfang stand eine Analyse über Auslastung, Beschaffenheit und Kosten der Firmenfahrzeuge, die damals jede Abteilung für sich nutzte. Auf deren Basis fiel die Entscheidung, die Bereitstellung der Pool Fahrzeuge zu zentralisieren. Ein Schritt, den die Abteilungen „mit leichter Skepsis aufgenommen haben“, erinnert sich Rainer Mayrhofer. 

Man begann, Anforderungen zu definieren und mögliche Lösungen zu evaluieren. Die innovativste stammte von Tochtergesellschaft A1 Digital: Eine modere IoT-Plattform, die auf M-to-M-Kommunikation setzt. Adaptierbar in alle Richtungen. Realisiert als agiles Projekt. „Das waren ganz wichtige Voraussetzungen“, betont Rainer Mayrhofer, denn zum einen gab es immer wieder kurzfristige Änderungen. Zum anderen hat A1 Telekom noch eine ganz Reihe von Zukunftsprojekten, die man auf der Plattform realisieren möchte.

Das Ziel: Allen Beteiligten das Leben erleichtern

Die Skepsis ist längst einer hohen Akzeptanz gewichen, was nicht nur am flankierenden internen Marketing lag, das Rainer Mayrhofer bereits vor Einführung der neuen Plattform gestartet hat: „Die Nutzung der Pool Fahrzeuge ist für die Mitarbeiter viel einfacher geworden. Und die Plattform erleichtert natürlich auch den Kollegen vom Fuhrparkmanagement das Leben.“  Zum Beispiel hat die Suche ein Ende nach Schlüsseln und Fahrzeugen bzw. den zuständigen Personen, die diese übergeben sollen. A1 Car Sharing kennt dank integrierter Telematik-Plattform deren Zustand. 

So einfach ist der Ablauf für den Nutzer

Für die Mitarbeiter bedeutet das Planungssicherheit. Die Plattform bestätigt die Buchung des Fahrzeugs der gewünschten Kategorie. „Denn wenn ein Kollege zu einem entlegenen Sendemast in Tirol fährt, braucht er natürlich einen Allrad“, weiß Rainer Mayrhofer. 

Eine halbe Stunde vor Fahrtantritt informiert das System per Kurznachricht über den Standort des verfügbaren Wagens, den er mit seiner A1 Chipkarte entriegelt. 

Mit Chipkarten ausgestattet und ans A1 Car Sharing angebunden sind inzwischen auch die Servicepartner ausgestattet. Muss ein Fahrzeug in die Inspektion benachrichtigt das Fuhrparkmanagement die Werkstatt. Die kann selbstständig tätig werden. „Servicebuchungen priorisiert die Plattform, damit die Verfügbarkeit immer gesichert ist“, bestätigt Rainer Mayrhofer. 

Und dann ist da noch das, was der Manager als „Synergieprodukt“ bezeichnet: Die Fahrtenbücher sind ebenfalls digitalisiert.

"Die Nutzung der Pool Fahrzeuge ist für die Mitarbeiter viel einfacher geworden. Und die Plattform erleichtert natürlich auch den Kollegen vom Fuhrparkmanagement das Leben."

Rainer Mayrhofer - Object Security & Mobility Management

Ein Blick in die Zukunft 

A1 Car Sharing hat noch längst nicht sein volles Potenzial entfaltet. „Wir arbeiten an einer Lösung, die unseren Mitarbeitern die Privatnutzung der Pool Fahrzeuge gegen Verrechnung möglich macht“, gibt Rainer Mayrhofer einen Ausblick.

Weil das Thema E-Auto immer wichtiger wird, sollen über A1 Car Sharing in Zukunft auch Ladestationen buchbar sein. 

Zurück in Wien 

Inzwischen hat Hannes Huber seinen Termin erfolgreich absolviert; auf der Rückfahrt hat er gleich noch getankt und ist durch die Waschanlage gefahren. Er stellt das Auto auf dem Unternehmensgelände ab, steckt Tankkarte und Schlüssel zurück in die Halterung. Mit seiner Key Card verriegelt er das Fahrzeug und meldet sich damit gleichzeitig von der A1 Car Sharing Plattform ab. 

Die Plattform schließt das Fahrtenbuch ab, speichert den Vorgang. Das Auto ist wieder verfügbar. 

„Die Lösung muss sich für die Nutzer richtig anfühlen“, resümiert Rainer Mayrhofer. Und die bestätigen: „Es fühlt sich richtig an.“ 

A1 Car Sharing auf einen Blick

Die Aufgabenstellung
  • Digitalisierung der Verwaltung der Firmenwagenflotte der A1 Telekom

  • Mehrere Hundert Pool Fahrzeuge mit unterschiedlicher Ausstattung

  • Mehrere Tausend Mitarbeiter 

  • Mehr als 60 Standorte in ganz Österreich 

Die Lösung 
  • Eine moderne IoT-Plattform gehostet in Österreich 

  • Zeitgemäßes User Interface als Desktop- und Smartphone-Apps

  • Integrierte Telematik-Plattform

  • Kommunikation über M-to-M Mobilfunk

  • Anbindung an die Unternehmens IT 

Die Effekte 
  • Reduktion der bestehenden Fahrzeugflotte um 30 Prozent 

  • Höhere Auslastung dank besserer Planbarkeit 

  • Höhere Fahrzeugverfügbarkeit dank integrierter Service-Anbindung

  • Hohe Akzeptanz dank moderner User Experience 

  • Wegfall lästiger manueller Tätigkeiten dank Digitalisierung